Der Austausch 2008 / 2009

 

 

 

Costa Rica Impressionen

Nach drei aufregenden und erlebnisreichen Wochen sind wir auch dieses Jahr alle wieder gesund gelandet, zum einen glücklich darüber unsere Familien und Freunde wiederzusehen, zum anderen aber auch traurig nach dem Abschied von den costaricanischen Freunden und den (Gast)Familien, die wir immer mehr ins Herz geschlossen haben - die vielen Tränen am Flughafen sind der beste Beweis dafür. Als Begleitlehrerinnen haben wir diesen Austausch als große Bereicherung auf vielen Ebenen erlebt. Zunächst denken die meisten an die sprachliche Förderung, die natürlich über die drei Wochen hinweg kontinuierlich stattfand, da wir ja täglich mit dem Spanischen konfrontiert waren. Als Spanischlehrerin war ich sehr zufrieden, als ich feststellen konnte, dass die Schüler den Führungen auf spanisch zu vielfältigen Themen gut folgen und sich auch in den Gastfamilien ohne große Probleme verständigen konnten, und die meisten zunehmend ihre Scheu ablegten, Spanisch zu sprechen. Doch diese interkulturelle Begegnung hat vor allem auch dazu beigetragen, Costa Rica als Land und seine Bewohner und deren Mentalität besser kennen- und auch lieben zu lernen. In Gesprächen mit unseren Schülern konnten wir feststellen, dass sie sich der kulturellen Eigenheiten sehr schnell bewusst wurden: So äußerten sie sich begeistert über die costaricanische Gastfreundschaft und Herzlichkeit, stellten aber auch fest, wie ungewohnt das alltägliche Zeitmanagement mancher Ticos für sie war. Jedoch zeigten sich unsere Schüler stets bereit, sich auf Neues einzulassen und sich an die örtlichen Gewohnheiten anzupassen, was sicherlich mit verantwortlich ist dafür, dass sie von diesen Austausch so stark profitiert haben. An dieser Stelle möchten wir allen Teilnehmer/inne/n ein großes Lob für ihr uneingeschränkt vorbildliches Verhalten, ihr großes Interesse, ihre Aufgeschlossenheit und ihre Toleranz gegenüber Fremden aussprechen, das uns Begleitlehrkräfte glücklich und stolz machte und in unserem Engagement bekräftigte. Auch die Kollegen der Schule wie auch die Gasteltern äußerten sich stets positiv, sogar regelrecht begeistert, über unsere ganze Gruppe wie auch über einzelne Schüler/innen. So haben wir sicherlich ein wenig mit dazu beigetragen, einen guten Eindruck von Deutschland, den Deutschen und auch unserer Schule in Costa Rica zu hinterlassen. Nicht zuletzt haben unsere Schüler nicht nur Costa Rica kennengelernt, sondern auch Dinge im eigenen Land zu schätzen gelernt, die sie zuvor als selbstverständlich ansahen, wie die Sicherheit in Deutschland, die es ihnen erlaubt sich frei und unabhängig zu bewegen, während ihre costaricanischen Partner in der Regel von ihren Eltern überall hin mit dem Auto gefahren werden müssen, was bei dem uns chaotisch erscheinenden, sehr dichtem Verkehr dort sehr zeitaufwendig ist. Am wichtigsten bleiben natürlich die persönlichen Kontakte und Freundschaften, die geknüpft worden sind, und von denen sicherlich auch einige über die Zeit hinweg bestehen bleiben. Insgesamt war dies also ein Austausch, bei dem alle Erwartungen, die wir als Organisatoren an diese Programme haben, absolut erfüllt wurden. Es bleibt nur noch zu wünschen, dass auch weiterhin viele solche erfolgreichen interkulturellen Begegnungen im Rahmen der Schule, aber natürlich auch darüber hinaus, stattfinden, denn dieser Austausch gehört sicherlich mit zu den Erfahrungen, die von der Schulzeit in Erinnerungen bleiben. Alles in allem also wieder einmal: PURA VIDA (wörtlich: "das reine Leben", in Costa Rica aber eine gängige Antwort auf Fragen wie "Wie geht's" im Sinn von "alles bestens, perfekt") - und so sahen das auch unsere Schüler, wie der folgende Bericht zeigt. ...weiter


Doris Jakob-Fuchshuber, auch im Namen von Gertrud Heine